Verkehr Projekt 5


Grosser-St.-Bernhard-Tunnel – BAF-GOP-PJ

Cédric Favrod

Bereichsleiter, Westschweiz, Ecublens

Die Arnold AG wurde mit der Installation einer optischen Leiteinrichtung, von Fluchtwegmarkierungen für Notausgänge sowie von Leuchtmarkierungen beauftragt. Diese Arbeiten waren Teil der Anpassung von Tunneln an die europäischen Sicherheitsstandards, die sie Sicherheit erheblich verbessern.

Die Betreiber des Grossen-St.-Bernhard-Tunnels haben die Arnold AG damit beauftragt, den Tunnel mit einer optischen Leiteinrichtung, Leuchtmarkierungen und Fluchtwegmarkierungen für Notausgänge auszustatten. Ziel des Unterfangens war es, die Sicherheit im Strassentunnel des Grossen Sankt Bernhard zu erhöhen und zu optimieren sowie den Verkehrsteilnehmern im Fall eines Unfalls oder Brandes die nötigen Voraussetzungen zur Selbstrettung zu garantieren. Das Projekt wurde mit einem Produkt der GIFAS-ELECTRIC GmbH umgesetzt, die für alle drei Anforderungen eine Lösung parat hatte. Die optische Leiteinrichtung besteht aus Leuchtsignalen auf beiden Strassenseiten am Rand des Banketts. Die Lichtpunkte sind von beiden Fahrtrichtungen jederzeit sichtbar und unterstützen die Verkehrsteilnehmer dabei, dem Verlauf der Fahrbahn zu folgen. Das Leuchtmarkierungssystem ergänzt die optische Leiteinrichtung, indem alle 100 Meter blaue LEDs angebracht wurden, die die Verkehrsteilnehmern bei der Einhaltung des obligatorischen Mindestabstands zwischen den Fahrzeugen unterstützen. Der Farbwechsel hilft den Verkehrsteilnehmern ebenfalls, die Schärfentiefe besser einzuschätzen. Schliesslich wurden im gesamten Tunnel auf der Seite der Notausgänge Fluchtwegmarkierungen angebracht. Diese dienen dazu, Betroffene bei Notfällen zu den Notausgängen zu leiten (Fluchtstollen). Die Markierungen leuchten nur im Fall eines Ereignisses im Tunnel wie zum Beispiel bei einem Unfall, bei Feuer, Rauch usw.

Fun Facts:

Schon seit der Antike spielt der Grosse Sankt Bernhard eine wichtige Rolle in Bezug auf die Beziehungen zwischen Nord- und Südeuropa. Römische Legionen, Barbarenstämme, Sarazenen, römische Kaiser, Päpste, Kreuzritter und Napoleon mit seiner Armee – alle überquerten sie zu ihrer Zeit diesen Pass. Heute wird diese jahrtausendealte Alpentransversale mit moderneren Mitteln durchquert – durch den Grossen-St.-Bernhard-Tunnel.

Da der Tunnel teilweise in der Schweiz und teilweise in Italien liegt, mussten auf den verschiedenen Abschnitten unterschiedliche technische Lösungen eingesetzt werden. Auf Schweizer Seite wurden die Leuchtsignale an ein Netzkabel angeschlossen, das in einem Schlitz im Boden verlegt und mit einer Isolierdichtung abgedeckt ist. Die Lösung kann schneller ausgeführt und installiert werden, bedarf allerdings einer ausgezeichneten Vorbereitung und Fräsung des Schlitzes durch einen Fachexperten. Auf der italienischen Seite wurde ein Flachkabel der Woertz AG in der Höhe verlegt, und jede Leuchte wurde über einen Sicherungskasten direkt am Netzkabel angeschlossen. Dank hervorragender Zusammenarbeit mit den Kommanditgesellschaften des Tunnels – TGSB SA in der Schweiz und SITRASB SpA in Italien – konnte dieses Projekt unter den bestmöglichen Bedingungen realisiert werden.

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