Telecom — Projekt 1


Umlegung LWL Backbone

Oliver Merki Bereichsleiter, Nordwestschweiz Luterbach

Zwischen der Elektra Basel Landschaft und der Arnold AG besteht seit 2019 eine Zusammenarbeit. Für die Umlegung von Glasfaserkabeln wurde Arnold direkt angefragt und darf seit 2020 die Leitungen neu verlegen und die Anschlüsse verschiedener Kunden neu installieren.

Die Elektra Basel Landschaft (EBL) betreibt und unterhält den gesamten Raum Baselland in den Bereichen Energie- und Telecomnetze. Den Backbone ihres Glasfasernetzes, an welches diverse Gemeinden und Businesskunden angeschlossen sind, führt die EBL im Trasse der Baselland Transport AG (BLT). Da die BLT ihren Gleisverlauf nun komplett ausbaut und die gesamte Gleisstrecke saniert, mussten die Glasfaserkabel umgelegt werden und verlaufen in Zukunft oberirdisch auf der 16 kV-Leitung durch diverse Gemeinden und Städte, ab Liestal über Eglisacker, Bubendorf, Hölstein, Niederdorf und Oberdorf bis Waldenburg. Für dieses Umlegungsprojekt fragte EBL die Arnold AG, mit denen seit 2019 eine Zusammenarbeit besteht, direkt an, da unsere Telecom-Spezialisten über die nötige Ausbildung verfügen, um im Bereich spannungsführender Anlagen zu arbeiten. Im ersten Quartal 2020 begannen die operativen Arbeiten und werden im ersten Quartal dieses Jahres fertiggestellt. Im Zuge der Arbeiten war es notwendig, den Anschluss einiger Kunden an das bestehende LWL-Netz zu trennen und die Verbindung mit dem neu verlegten Glasfasernetz herzustellen. Besonders dieser Aspekt machte die Planungsphase essentiell, da die Avisierung der Kunden sowie die Planung der meist nachts auszuführenden Arbeiten einer gewissen Vorlaufzeit bedurften.

Im Rahmen der eigentlichen Umlegearbeiten wurde ein optisches Glasfaserkabel (OPGW) auf der 16 kV-Leitung ab Eglisacker und Liestal bis Oberdorf verlegt. An manchen Stellen gab es Abspannungen mit Abgängen, an welchen das ansonsten oberirdische Glasfaserkabel mit unterirdischen Anlagen verbunden wurde. Da diese unter dem Boden befindlichen Anlagen die Erschliessung der Kopfstationen der EBL und die Kunden betraf, mussten sie mehrheitlich neugebaut werden. Arnold führte diese Arbeiten vollumfänglich selbst aus, vom Tiefbau zur Kabelverlegung sowie den Spleiss- und Messarbeiten. Der Grossteil der neuen LWL-Kabel wird innerhalb des Stromnetzes der EBL verlegt, was die grösste Herausforderung für das Arnold-Team darstellt. Je nach Spannungsebene, unter welcher eine der EBL-Anlagen steht, ist der Zutritt dorthin nicht ohne weiteres möglich. Stattdessen muss mit einer Vorlaufzeit von 2 bis 4 Wochen eine Freischaltung der betreffenden Leitungen beantragt werden und die Verfügbarkeit der notwendigen Ressourcen ab dem Zeitpunkt der Bewilligung gewährleistet sein. Eine koordinativ nicht ganz unerhebliche Herausforderung, welche Arnold aber mit Bravour meistert und sämtliche bisherige Arbeiten termingerecht und in hoher Qualität ausführen konnte. Und das Wichtigste dabei: Die hinter uns liegenden Projektphasen verliefen unfallfrei. Für die zufriedenstellenden Arbeiten geniesst die Arnold von der Kundin EBL sehr gute Rückmeldungen und hat bereits erste Folgeaufträge für Telecomarbeiten erhalten. Darüber ist die Arnold natürlich sehr erfreut, da wir anstreben, die Zusammenarbeit auch in Zukunft aufrechtzuerhalten.

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