Telecom – Projekt 4


Interkonnektion FTTH EW Höfe - Swisscom

Daniel Wieser Projektleiter, Nordostschweiz, Fehraltorf

Arnold AG durfte für die EW Höfe AG in den letzten vier Jahren die Gemeinden Freienbach, Wollerau und Feusisberg mit dem Höfner Glasfasernetz erschliessen. Noch während dieses Projekt in vollem Gange war, wurde für die 14'000 Nutzungseinheiten eine Interkonnektion mit der Swisscom realisiert.

Auch für dieses neue Projekt setzte die EW Höfe wieder auf die Erfahrung und Expertise von Arnold. Damit das Höfner Glasfasernetz FTTH (Fibre to the Home) künftig auch durch die Swisscom benutzt werden kann, wurde ein Know-how-Transfer zwischen Arnold und der EW Höfe vereinbart. Dieser Wissenstransfer ermöglicht der EW Höfe bereits heute, den Betrieb des Glasfasernetzes von der Planung bis zur Realisation von zusätzlichen Anschlüssen selbstständig auszuführen. Die Spleisspläne für die Verbindung in die Swisscom-Zentralen konnte die EW Höfe bereits selbstständig erstellen, wobei Arnold die Planungsarbeiten für die Kabelführung und die Ausführung der Spleissarbeiten übernahm. Für eine erfolgreiche Kooperation zwischen zwei Netzanbietern ist es wichtig, die bereits existierenden Infrastrukturen des Glasfasernetzes miteinander zu verbinden. In diesem Fall geschah dies über Glasfaserkabel, welche auch Feeder genannt werden. Die Swisscom realisierte den Kabelzug zu den gemeinsam mit der EW Höfe vordefinierten Übergabepunkten. Zusammen mit der beauftragten Firma führte Arnold die Arbeitsschritte zur Kabelidentifikation an den Übergabepunkten durch. Nach Ausführung der Spleissarbeiten nahm Arnold im Rahmen der Qualitätssicherung für die EW Höfe die routinemässige Faserprüfung vor. Das Projekt Höfner Glasfasernetz FTTH in Zahlen: Anzahl Glasfaseranschlüsse (OTO) 14'000 Anzahl Gebäudeanschlüsse (BEP) 3'400 Leitungslänge Glasfaserkabel in km 600 Anzahl Kabel für die Interkonnektion 48 Anzahl Fasern für die Interkonnektion 20'000 Nachdem das Projekt erfolgreich und ohne Zwischenfälle angelaufen war, wurde auch Arnold von den Ereignissen rund um die Pandemie eingeholt. Die Weisung des Sicherheitsabstands durch das BAG liess sich in den engen Technikräumen nicht umsetzen, was bedeutete, dass nun nicht mehr vier Personen gleichzeitig darin arbeiten konnten. Um die zwingend einzuhaltenden Termine dennoch wahrnehmen zu können, löste Arnold dieses Dilemma kurzerhand mit einer Umstellung auf einen Zweischichtbetrieb. Von nun an arbeiteten jeweils drei Personen in einer Frühschicht und in einer Spätschicht. Obwohl das Tragen von Schutzmasken die Arbeiten zusätzlich erschwerte, gelang es Arnold, sämtliche Arbeiten termingerecht fertigzustellen. Damit konnte die EW Höfe die Glasfaseranschlüsse termingerecht in die Kooperation überführen. Die EW Höfe hat verschiedene Kooperationsverträge abgeschlossen, damit keine parallelen Netzinfrastrukturen erstellt werden müssen. Auch in Zukunft wird die EW Höfe neue Liegenschaften erschliessen und den Betrieb des Glasfasernetzes sicherstellen. Nebst den eigenen Angeboten, Höfner Internet und Höfner Internet Business, kann nun auch das Höfner Glasfasernetz durch alle anderen nationalen Provider benutzt werden. Das ist ein wichtiger Schritt, um das Potential des in der Anschaffung kostspieligen Glasfasernetzes so gut wie möglich auszuschöpfen. Alle Arbeiten konnten zufriedenstellend und pünktlich fertiggestellt werden. Dies ist der ausserordentlichen Leistung der EW Höfe zusammen mit Arnold zu verdanken, aber auch der grossen Flexibilität aller Beteiligten. Vor allem den Mitarbeitern der Arnold gilt ein grosser Dank, da sie auch angesichts der widrigen Umstände ihre Motivation nicht verloren haben und gar die eigene Freizeit für dieses Vorhaben einschränkten.

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