Wasser Projekt 1


Anker unter Wasser: Reinigung von Ankerschächten

Peter Giger Bereichsleiter, Arpe AG, Belp

Die Firma Arpe AG konnte nach einem Testversuch eine Offerte beim Tiefbauamt eingeben für die Reinigung der Ankerschächte auf der Kantonsstrasse Beatenbucht-Interlaken.

Auf der Kantonsstrasse 221 zwischen Beatenbucht und Interlaken wird die Strasse mittels Spannankern am Berg befestigt, wobei sich die Ankerköpfe innerhalb der Fahrbahn befinden. Um die Sicherheit der Anker zu gewährleisten, müssen diese periodisch gereinigt und gewartet werden. Zuständig für diesen Unterhalt der kantonalen Strassenperimeter ist das Berner Tiefbauamt. Bei der letzten Wartung der Ankerköpfe stellte dieses fest, dass die Entwässerung der Ankerschächte nicht mehr einwandfrei funktionierte. Diese Schächte haben den wichtigen Zweck, einerseits in Ablaufleitungen zu entwässern, welche anschliessend über den Felshang hinausführen, andererseits werden die Schächte direkt mittels Sickerpackung in den Fels abgeleitet. Schmutz und Sedimentablagerungen beeinträchtigten die Entwässerungsleitungen und Sickerpackungen, was zur Folge hatte, dass die Ankerköpfe dem stehenden Wasser in den Schächten ausgesetzt waren. Dies kann längerfristig zur Korrosion der Anker führen und im schlimmsten Fall deren Zugkraft und damit deren Sicherheit beeinflussen.

Fun Facts:

Wir erinnern uns gerne an das wunderschöne Panorama mit Blick auf den Thunersee und den Berner Hausberg Niesen. Wir möchten uns bei unserem Auftragsgeber für diese interessante, nicht alltägliche Arbeit sowie die hervorragende Zusammenarbeit bedanken. Das Projekt konnte nur dank der guten Arbeitsvorbereitung, den innovativen Ideen der Mitarbeitenden sowie der Flexibilität aller Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden.

Im Zuge der auszuführenden Arbeiten reinigte die Arpe AG die Schächte, fräste die Entwässerungsleitungen auf und reinigte die Sickerpackungen nach deren Lockerung und Ausspülung. Mit einer Kleinkamera wurde der Zustand jedes Schachts kontrolliert und dokumentiert. Die Arbeiten fanden bei laufendem Betrieb der Strasse statt, da eine Strassensperre nicht möglich war. Um die Sicherheit und Qualität der Arbeiten zu gewährleisten, musste das Zusammenspiel unseres Teams mit den Mitarbeitern des Tiefbauamts und des Verkehrsdienstes deshalb gut abgestimmt werden. Der fliessende Strassenverkehr war mit eine der besonderen Herausforderungen dieses Projekts. Ebenso stellte die Position der Wasserbezugsorte sowie die Zugänglichkeit zu den Entwässerungsleitungen und Sickerpackungen im Fels für die Spülarbeiten eine Herausforderung dar.

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