Energie – Projekt 11


Erdseilschäden Leitung Bickigen – Scheltenpass

Erwin Stauch Projektleiter, Hochspannungsleitungen, St. Gallen

Alles begann mit einer Störungsmeldung von Swissgrid für das Trassee 1120 der Freileitung Bickigen – Scheltenpass. Es wurden Erdseilschäden an der Leitung festgestellt und Arnold wurde mit der Beschaffung des Materials und der Instandstellung der Schäden beauftragt

Im Frühjahr 2019 ging eine Störungsmeldung von Swissgrid in der Pikettzentrale der Arnold AG ein. Auf dem Trassee 1120 der Freileitung Bickigen – Scheltenpass kam es zu einer Leitungsausschaltung, welche sich nicht durch Wiedereinschalten beheben liess. Deshalb wurden die Pikettmonteure der Arnold AG aufgeboten, um die Störung auf der Leitung zu lokalisieren. Dies stellte sich als nicht so leicht heraus, da Nebel und Schneefall die Suche erschwerten, doch letztendlich konnte der Schaden gefunden werden. In der Spannweite des Mastens Nr. 374 - 375 war das Erdseil gerissen und hatte sich um die Leiterseile geschlagen. Darauffolgend wurde Arnold schliesslich von Swissgrid beauftragt, die Schadenstelle zu sichern und umgehend provisorisch zu reparieren. Da das Erdseil um das Leiterseil geschlagen war, musste es mit dem Hubschrauber am hängenden Seil herausgeschnitten werden. So konnte die Leitung sofort wieder einschaltet werden. In einem weiteren Einsatz wurde im Spannfeld 374-375 ein provisorisches Erdseil eingezogen und einreguliert. Bis auf den Unterbruch der Lichtwellenleiterverbindung konnte so der Betrieb der Leitung bis zur definitiven Reparatur wieder aufgenommen werden.

Die daraus folgende Ausschreibung für dieses Projekt, welche Swissgrid im Einladungsverfahren organisierte, umfasste die definitiven Instandstellungsarbeiten inklusive Beschaffung des Materials, wozu Erdseil, Armaturen, Flugwarnkugeln sowie die Spleissungen der Lichtwellenleiter gehörten. Die Arnold AG überzeugte bei dieser Ausschreibung technisch mit ihrem preislich attraktiven Angebot und erhielt den Zuschlag für die Montagearbeiten. Im August 2020 wurde schliesslich das provisorische Erdseil auf zwei Abschnitten bei 3.85 km und 2.55 km ausgewechselt und im gleichen Arbeitsschritt auch die Armaturen und Flugwarnkugeln erneuert. Zu den besonderen Herausforderungen dieses Projekts gehörten einerseits die Zugänglichkeit für die Seilzüge sowie deren Standortplatzierung und andererseits die relativ lange Fahrzeit zwischen den einzelnen Maststandorten. Die Verbindung zwischen den Montageteams an den einzelnen Standorten gestaltete sich ebenso etwas schwierig. Doch dank der guten Baustellenvorbereitung und der engen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Swissgrid konnten die Arbeiten im vorgegebenen Ausschaltfenster zur vollsten Zufriedenheit des Kunden ausgeführt werden. Die Arnold AG dankt Swissgrid AG für die angenehme Zusammenarbeit und diesen spannenden Auftrag.

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